Mittwoch, 27. April 2011

ES REICHT!!!!!!!

Da wir im letztem Monat vier Notfälle hatten und es oft Transportprobleme zwischen den Krankenhäusern gab wird der Toyota Hillux umgebaut. Er bekommt einen Wechselladeraufbau. Der eine ist normal als Ladafläche gedacht aber der andere Aufbau der wird spaß machen. Es wird ein Intensiv Transport Aufbau (ITC Intensive transport construction), damit wir unsere Kinder demnächst selber, sicherer und schneller zwischen den Krankenhäusern transportieren können.
Angefangen hat es mit unserem kleinem Sesom am 2. April. Wir waren grade beim Baden(14:00). Ich habe ein Kind angezogen als eine Angestellte, welche die Kinder gebadet hat, im Flur stand und um Hilfe gerufen hat. Der Junge war die letzten Tage schon recht Krank gewesen und hatte erhöte Temperatur aber im Wasser hat er dann einen Krampfanfall bekommen. Wir also sofort nach Richmond in die Clinik. Da sie uns da nicht richtig helfen konnten haben sie und gleich weiter ins Edendale Krankenhaus geschickt. Dort kamen wir auch recht schnell zu einem Artzt, welcher ihm helfen konnte. Nach einigen Tests und Blutabnahmen  haben wir ihm zum CT gebracht, wo auch sofort ein Not CT vom Kopf gemacht wurde. Danach konnten wir ihn endlich auf Station bringen und um zwei Uhr haben wir das Krankenhaus dann verlassen.











Am nächstem Tag ging es aber auch schon wieder weiter. Unser Elenawk hatte Magenkrämpfe so sind wir mir ihm nach Richmond in die Clinik. Dort haben sie ihm was zum Trinken gegeben und haben wir uns wieder nach Hause geschickt. Zwei Tage später sind wir Nach Edendale in die HIV Clinik (da er positiv ist). Dort haben sie und das gleiche wieder gegeben. Ihm gind es danach auch besser aber ab Sammstag hatte er massiv Blut im Stuhl. Sonntag haben wir ihn dann wieder geschnappt sind nach Richmond in die Clinik und haben sofort auf einen Überweisungbrief ins Edendale Krankenhaus bestanden, welchen sie uns auch gleich ausgestellt haben. Und wieder auf nach Edendale. Dort angekommen haben die Krankenschwestern mich mit großen Augen angeschaut(da ich Täglich da war). Sie fragten mich, was wir den diesmal haben und wir kamen recht schnell zum Arzt. Dieser versuchte dann Blut abzunehmen, was sich als ziemlich schwer heraus stellte. Ein anderer Arzt hat dann mit geholfen und zusammen haben sie dann an den Hauptschlagadern, am Hals und in der Leiste, dann Blut gefunden. Als das mobiele Röntgengerät dann eingetroffen ist haben die Aufnahmen von Bauch gemacht. Als die Bilder dann eingetroffen sind stellte sich heraus, dass er einen Darmverschluss hat. Ja und? Was nun? er wurde sofort in die Notaufnahme gebracht, was sich als nicht so einfach heraus stellte, da besoffene da Randaliert haben und Großaufgebote von Polizei und Sicherheitspersonal den weg versperten. Wir aber mit einem Baby, Tropf und Sauerstoffflasche da durch mussten. In der Notfallaufnahme wurde dann der Transport zum Landeskrankenhaus Grays in Pietermarizburg klar gemacht. Als nach stunden dann endlich der Transport wagen da war mussten wir uns von ihm trennen, da es uns nicht erlaubt war mit zu kommen. Um ein Uhr morgens haben wir das Krankenhaus dann wieder verlassen.

















Als ich nach sechs Stunden Schlaf wieder aufgewacht bin habe ich unserer Chefin Bericht erstattet und sie meinte wir sollen doch mit Elenas, ins Krankenhaus fahren, da er seit Wochen nicht richtig gegessen und getrunken hat. Ich als wieder los nach Richmond in die Clinik aber die wollten mir keinen Überweisungsbrief geben. Tja ich eben ohne Überweisungsbrief ins Edendale Krankenhaus. Es ist dann zwar ein bisschem mehr Renerrei aber wir haben die Akte letzten endes nun doch bekommen. Die Schwestern haben mich nun schon für verrückt erklärt. So oft sind selbst sie nicht im Krankenhaus :-). Da es aber diesmal kein Akuter Notfall war war die Wartezeit doch ein bisschen länger. Wir sind Montag morgens um sechs Uhr dann endlich doch dran gekommen. Und wieder das Problem: Wie bekommen wir Blut aus dem Jungen raus? Diesmal haben wir was am Kopf gefunden. Noch ein Röntgenbild und dann konnte ich ihn endlich auf Station bringen.
Als ich ihn um 14 Uhr eingewiesen hatte bekam ich auch schon einen Anruf ich könne Sesom mitnehmen. Er sei so weit Stabil er habe aber TB. Als er mich gesehen hat hat er sich total gefreut und ich hatte Probleme ihn anzuziehen, da er nicht still halten wollte. Das schönste war aber als ich denn gegangen bin und sich jede Schwester persönlich von ihm verabschiedet hat und einige auch mit Tränen in den Augen. Um 16 Uhr war ich denn endlich wieder auf dem Weg nach hause.

 













Die ganze Woche war ich denn wieder im Edendale Krankenhaus. Aber diesmal war alles geplant. Die ganzen Angestellten lachen mich schon immer an wenn ich schon wieder da bin. Aber ab Karfreitag war dann Ruhe bis Karsamstag.

Ich war gerade in der Mittagspause, als die Angestellte von der Neugeborenen Abteilung total verstört zu mit kann. Ich soll mit doch mal bitte ein Baby anschauen. Wir hatten da vor 10 Tagen ein Frühchen bekommen und ich weiß nicht ob einige gedacht haben das Bett sei nur ein Deckenlager. Unter den Decken habe ich ein total dehydriertes Baby gefunden. Nach kurzer Absprache mit meiner Chefin bin ich direkt ins Edendale Krankenhaus gefahren. Richmond hätte einfach zu lange gedauert und da mich im Krankenhaus eh schon fast alles kennen bin ich da auch sofort dran gekommen. Und es haben wieder zwei Ärztinin zwei Stunden lang Blut gesucht zum Schluss noch ein bisschen Rückenmarksflüssigkeit  und ab in die Neugeborenen Abteilung. Diesmal ging es schnell und ich war um 21 Uhr wieder aus dem Krankenhaus raus.











Gründonnerstag konnte ich unseren Elenawk aus dem Grays Landeskrankenhaus abholen, was mir aber überhaupt nicht gefallen hat. Ihm wurden 40 cm Darm entnommen und er hat einen künstlichen Darmausgang bekommen und die Angestellten hier packen es einfach nicht ihn richtig zu Pflegen aber naja. Er kann zumindest wieder lachen :-) .

Naja zumindest haben es alle Kinder überlebt. Zwei sind momentan noch in Krankenhaus aber ihnen geht es recht gut. Elenas Meckert umher wenn es nicht genug zu essen gibt. Ich hab ihn einmal gefüttert. Es war einfach einer riesige Portion aber er hatte immer noch Hunger was ja gut ist er isst zumindest wieder.

Ok ich muss jetzt mal aufhören, da ich morgen früh wieder ins Krankenhaus muss, diesmal aber nur um Medikamente abzuholen.

Freitag, 1. April 2011

Ich bin wieder hier



So jetzt kommt von mit auch mal wieder ein Bolgeintrag.
Mein Letzter ist ein bisschen her und das hatte (leider) auch einen Grund.
Zuerst: es geht mir gut!
Und jetzt die Geschichte was mir passiert ist.
Ich war Anfang März mal wieder in Ndaleni (einem Township in der Nähe) unterwegs. Da ich nur meine Nomonde besuchen wollte, habe ich den kleinen Toyota Tazz genommen und nicht den gepanzerten Toyota Hillux (welchen wir eigentlich für solche Fahrten haben) was sich später als Fehler her raus gestellt hat. Na gut ich also zu ihr gefahren und einen schönen Tag mit ihr gehabt. So gegen 5 Uhr habe ich dann den Heimweg angetreten. Und dann ist es Passiert. Irgendwer hat wohl mitbekommen, dass ich öfters da bin und hat sich gedacht „ach den kann man ja mal mitgehen lassen“ (so ein Idiot). Anscheinend haben sie gedacht, dass ich wieder mit dem Hillux da wäre, denn das was die da aufgefahren hatten war echt Böse. Auf jeden Fall bin ich so schön mit 40 km/h lang gefahren, als sie von der linken Seite voll mit einem Bau LKW in mich rein Brettern. Zwei Sekunden später war auch schon die Fahrertür offen und schon zieht mich einer raus, was er anscheinend auch sofort bereute, denn so einfach wollte ich es ihnen nicht machen. Den zweiten konnte ich auch noch recht schnell außer Gefecht setzen aber die Anderen drei haben es dann geschafft mich zu überwältigen. Mit geeinter Kraft haben sie es fertig gebracht mich in einen Kofferraum zu stecken. Nachdem sie dann auch ihre zwei Kumpanen ins Auto geschafft haben sind wir losgefahren. Wir waren lange unterwegs. Es war schon wieder hell, als wir am ziel wahren. Genug Zeit für mich neue Kraft zu sammeln. Als sie den Kofferraum aufgemacht haben waren waren sie vorsichtiger und mir kamen schon die ersten Sonnenstrahlen entgegen. Und was dann kam Überraschte mich ein bisschen. Sie waren freundlich, entschuldigten sich und erklärten mir ihre Absichten. „ Sie wollen nur die Regierung auf ihre Umstände aufmerksam machen“ und sie stellte es mir frei zu gehen!? Schon komisch! Als es im Dorf bekannt wurde, dass es einen Neuen gibt kam eine noch größere Überraschung es waren schon 6 Entführte da, welch sich dafür entschieden haben zu bleiben. Da es für mich nicht alt so viel zu verlieren gab entschied ich mich dafür da zu bleiben und es war die richtige Entscheidung. Unter den „Entführten“ waren schon Zwei deutsche und gemeinsam hatten wir viel Spaß.
Da ich bei ELEFAND (Elektronische Erfassung von Auslands deutschen) angemeldet bin und ich eingetragen habe, dass ich weg fahre und mich spätestens abends um 20 Uhr wieder melde ( was ich ja nicht konnte) wusste das Auswärtige Amt recht schnell, dass etwas nicht stimmt und nahm Kontakt zu eSimphiwe auf um festzustellen was los sei. Da auch die nix wussten machten sie sich auf die Suche und fanden den kaputten Tazz.
Zurück zum Leben im Dorf es war einfach herrlich. Das Busch leben, kein Strom und Wasser.....
Wir „Entführten“ hatten sogar unsere eigene Hütte und zu siebt ließ es sich da schön aushalten. Wir lebten im Dorf leben komplett mit. Morgens früh aufstehen und noch so viel wie möglich erledigen wenn es noch nicht so heiß ist. Der Nachmittag wurde in den Hütten verbracht, da es draußen einfach zu Heiß war. Meistens kamen die Kinder dann auch zu uns um mit uns zu Spielen und zu lernen. Abends wurde dann der Rest erledigt, was wir morgens nicht geschafft haben (Wäsche waschen, Lebensmittel verarbeiten, Dorf erneuern...). Abends wurde dann ein Feuer gemacht und es wurde viel gesungen und getanzt.
Da jetzt auch die deutsche Regierung von dem Vorfall Bescheid wusste machte sie (neben der Kanadischen und Norwegischen) der südafrikanischen Regierung Druck die Forderungen zu erfüllen, was am 26 März dann auch der Fall war. Es wurde dem Dorf zugesichert Strom und Wasser zu bekommen und einen gescheite Straße.
Da es für uns sieben ja nun kein Anlass mehr gab da zu bleiben und wie alle andere aufgaben zu tun hatten haben wir und am 28. März im Dorf verabschiedet und wir wurden alle wieder dahin zurück gebracht wo wir her kamen. Ein bisschen schade ist es schon denn ich habe das Leben da sehr Genossen.
( Dies ist ein Aprilschertz ab gesehen, davon das ich in Ndaleni war ist nix davon wahr)
Auf ein nächstes mal wieder  
Christof